Vatertag wie er sein sollte

Diese Woche war ja Vatertag, ein Tag an dem viele meinen es wäre eine Tradition mit einem Bollerwagen und massig Alkohol durch die Gegend zu marschieren und sich die Kante zu geben….
Mal ehrlich, der Vatertag soll ja wie der Muttertag dazu sein, seinem Vater zu danken für dass, was er für einen tut.
Und dann frage ich mich, wieso viele meinen, dass man an diesem Tag wie ein partylustiger Junggeselle abziehen sollte um sich zu besaufen? Meint ihr wirklich, dass macht einen Vater aus?

Ich halte es seit ich Vater bin so, dass ich den Tag nutze um mit meinem Nachwuchs etwas zu unternehmen.
Gerade für berufstätige finde ich das wichtig, da hat man oft genug viel zu wenig Zeit für die Kinder.

Dieses Jahr war ich mit Junior „wandern“, naja, ich bin gewandert, er war auf seinem Laufrad unterwegs.
Das Wetter hat ja mal wieder dazu eingeladen raus an die Luft zu gehen und die Sonne zu genießen.
Also haben wir unsere Rucksäcke gepackt und sind los.
Unsere kleine Tour führte uns erstmal den Emscherweg entlang Richtung Dortmund Mengede.
Unterwegs kommt man an das Hochwasserrückhaltebecken Mengede welches Vogelschutzgebiet seit einiger Zeit sehr viele verschiedene Vogelarten beheimatet.
Gerade bei schönem Wetter macht es Spaß sich das Treiben dort anzuschauen. Hier haben wir unsere erste Rast gemacht.
Leider war mal wieder dieser Aussichtsturm geschlossen… eigentlich habe ich den bisher erst einmal offen erlebt, und dass ist auch schon einige Jahre her.
Von dort ging es den Emscherweg weiter bis nach Mengede, dort ist ein netter Spielplatz wo ich mit Junior schon ein paar mal war.

Hier war für das Wetter erstaunlich wenig los.
Aber was solls? So konnten wir ungestört wippen, schaukeln, rutschen und im Sand bauen.

Von dort ging es dann wieder Richtung Heimat… hört sich dramatisch an so… war es im Grunde auch… für mich.
Den Junior wollte nicht mehr mit dem Laufrad fahren sondern laufen. Das dumme ist, von dort sind es noch einige km bis zur Haustür.
Ich habe mir dann das Laufrad quer über den Rücksack geworfen, so dass ich es nur mit einer Hand festhalten muss.
Junior hat derweil sein gemütliches Tempo angelegt und war mit Steinen und Stöcken vom Wegessrand beschäftigt.
Viele von den Steinen sind in die Seitentaschen von seinem Rucksack gewandert, weil er die so schön fand… nur leider wird mit Steinen als Ladung auch so ein kleiner Rucksack recht schwer… „Papa nim Du meinen Rucksack“ war die klare ansage dafür, dass er ihn nicht mehr tragen wollte.
Also hab ich den Rucksack mit Trinken und Steinen auch noch an den Lenker vom Laufrad gehängt.
Ich muss gesehen, als wir dann endlich Zuhause waren war ich schon recht platt, und mir taten gut die Schultern weh…

Aber trotzdem war es ein schöner Ausflug.

Ach ja, zwei typische Vatertagstruppen haben wir logischer weise auch noch gesehen.
Einen Schwung Männer, geschätzt in den 40ern und einen Trupp „Männer“ um die 18 bis 20, richtig laut Techno auf dem Bollerwagen, hacke stramm und alle oben ohne…
Danke… das muss ich nicht haben.

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