Die Cacheausrüstung

Wie ich schon auf meiner Startseite zum Thema Geocaching geschrieben habe, braucht man im Grunde für ein Gerät welches mit dem Koordinaten umgehen kann, einen Account auf einer der Plattformen damit man auch Koordinaten bekommt und einen Stift um sich im Logbuch einzutragen.
Alles andere ist optional und kommt drauf an, welche Art von Geocache man sucht.

Als erstes möchte ich auf das wichtigste Werkzeug beim Geocaching eingehen, und zwar dem GPS Gerät.

Als ich 2003 meinen ersten Cache gesucht habe, musste man sich noch ein GPSr kaufen. In meinem Fall damals das Garmin eTrex Legend HCx (welches ich aber eher wegen Radfahren als wegen dem Geocaching angeschafft habe). Mittlerweile gibt es einen riesigen Markt an derartigen Geräten, die einfachsten sind für um die 100€ zu bekommen, diese können aber meist noch keine Karte auf dem Display darstellen.
Noch heute haben in meinen Augen die GPSr Geräte noch einige Vorteile gegenüber den Smartphones.
Modernere Geräte können mittlerweile auch die kompletten Cachebeschreibung, die so genannten Listings, auf dem Gerät speichern, wie auch Fieldnotes, also Notizen, zu den Caches speichern welche man unterwegs schreibt.

Alternativ kann man auch einfach nur mit dem Smartphone losziehen seit dem der GPS Empfang an diesen Geräten dem der eigentlichen GPSr kaum noch nachsteht. Wichtig hier ist aber, dass die Geräte auch wirklich GPS haben und nicht nur GPS-A wie es noch bei einigen günstigen Smartphones oder bei Tablets oft der Fall ist. Denn GPS-A nutzt lediglich die Funknetzwerke um seine Position zu ermitteln und nicht den Empfang von echten GPS Daten der GPS Satelliten.
Moderne Smartphones stehen wie gesagt dem Empfang und der Genauigkeit dem GPSr nichts mehr nach. Haben den Vorteil, dass man mit der passenden App wie auch bei modernen GPSr die Listings komplett offline speichern kann, man kann auch Karten offline speichern und solange man Empfang hat, gleich unterwegs auch noch den Log schreiben und veröffentlichen.
Wieso also noch ein GPSr anschaffen wenn man es nicht für sonstige Hobbys braucht?
Ich sehe hier vor allem Vorteile im Accoverbrauch. Mein Garmin kommt mit zwei AA Batterien gute 20 Stunden aus, und es ist definitiv robuster als ein Smartphone.

Vor einigen Jahren wurden die so genannten Smartphonecacher noch belächelt und teilweise von einigen als Cacher zweiter Klasse deklariert. Das hat sich aber im laufe der Jahre stark geändert, und ich habe das Gefühl, dass die Cacher mit echten GPSr Geräten ehr die Seltenheit darstellt.

Ich selber nutze eine Kombination von beiden.
Zur eigentlichen Suche wie auch für den Weg zum Cache nutze ich mein Garmin. Dieses kann aber noch keine Listings speichern, daher habe ich diese auf meinem Smartphone.
Ich nutze hier die App C:Geo und die offizielle von Groundspeak
Vorab, die neue App von Groudspeak ist aktuell (2.4.2017) noch sehr unausgereift. Mir fehlen hier auf jeden Fall die Option Karten offline zu speichern bzw. meine Offlinekarten zu nutzen. Denn ich bin nicht selten auch mal in Gegenden unterwegs, wo ich keine Empfang habe, und schon schaut man dumm aus der Wäsche wenn man drauf angewiesen ist um den Weg zu finden. Weiter ist in dieser App fast immer mein Inventar falsch. Im Inventar werden alle Travelbugs und Coins gespeichert welche man aktuell bei sich hat. Den einzigen Vorteil der App besteht für mich aktuell darin, dass das Nachrichencenter der Webseite darin integriert wurde, und man bei bedarf schnell mal andere Geocacher anschreiben kann.

Meine Hauptapp ist aber C:Geo
C:Geo kann einzelne Listings wie auch komplette Pocket-Queries offline speichern. Man kann offline Karten von OSM nutzen. Das Inventar wird richtig angezeigt. Man kann auch hier direkt aus der App loggen. Die Suchfunktionen sind super in der App und auch habe das Gefühl (wie auch einige andere Cacher) dass C:Geo beim Suchen und Anzeigen einfach schneller ist als die offizielle App.

Unterm Strich kann man also durchaus sagen, dass das normale Smartphone voll und ganz reicht, vor allem wenn man gerade erstmal in das Hobby reinschauen möchte.
Im Grunde muss man hier nur schauen, ob das Smartphone ggf. Wetterfest ist sollte man mal im Regen losziehen oder wird vom Regen überrascht, aber auch dass ist ja bei den Geräten immer häufiger der Fall.
Man sollte aber trotzdem bedenken, wenn man mal Caches sucht, wo man etwas ins Unterholz muss oder etwas klettern, dass ein GPSr einen Sturz oft besser verkraftet. Man sollte hier auch den Accu im Auge behalten, hier kann man aber je nach Gerät mit einem Zweitaccu oder einer Powerbank das Vergnügen verlängern.

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